Parteienwettbewerb im Bundesstaat: Regelsysteme und by Gerhard Lehmbruch (auth.)

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By Gerhard Lehmbruch (auth.)

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Spannende und gespannte Moleküle

Der Autor behandelt im vorliegenden Werk die Entwicklung der Strukturtheorie der organischen Chemie, beginnend mit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ferner beschreibt er eingehend die gelieferten Beiträge zur Molekülspannung und zeigt die neueren Entwicklungen auf diesem Gebiet auf. Die Konsequenzen der Spannung für die Reaktivität, die gespannten Käfigmoleküle mit Relaisfunktion, die Käfigmoleküle zur Aufklärung des Reaktionswegs sowie das Vorkommen und die Anwendung der gespannten Systeme werden ebenfalls aufgeführt.

Festschrift für Werner Merle: Zum 60. Geburtstag

Mit der vorliegenden Festschrift wird Herr Professor Werner Merle zum 60. Geburtstag geehrt. Mit Beiträgen von: Dr. Christian Armbrüster; Dr. Peter Bassenge, Vorsitzender Richter am LG a. D. ; Dr. Matthias Becker; August Belz, Vorsitzender Richter am OLG a. D. ; Diplom-Volkswirt Volker Bielefeld; RA Dr.

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Die "Polarisierung" des Parteiensystems kam vor allem darin zum Ausdruck, daß Koalitionen zwischen den beiden großen Parteien schwieriger und unwahrscheinlicher wurden. Indem sie einander die Vorherrschaft in der Regierung streitig machten, lösten sie sich auch zunehmend von einem älteren Verständnis der Funktion von Parteien, das ebenso vom konstitutionellen Dualismus Regierung-Parlament wie von der Parteienvielfalt geprägt worden war. Damals war nicht die Mehrheit und die politische Führungsrolle strategisches Ziel gewesen, sondern eher Interessenvertretung durch anteilige Einflußnahme auf die Regierungspolitik.

1976, die dadurch möglich geworden war, daß in der geheimen Abstimmung zwei Abgeordnete aus der Regierungskoalition von SPD und FDP den Kandidaten der bisherigen Oppositionspartei unterstützten. Zwar hatte in beiden Fällen die FDP dann die Bereitschaft erkennen lassen, das CDU-Kabinett stillschweigend zu tolerieren; zu einem vollen Regierungsbündnis vermochte sie sich damals aber noch nicht zu entschließen. 1977 fielen diese Hemmungen, und sowohl in Niedersachsen als auch im Saarland traten die Liberalen in CDU-geführte Koalitionen ein.

Infolgedessen trat schon bei den ersten Landtagswahlen der Jahre 1946/47 die Dominanz zweier Großparteien deutlich hervor. In den westlichen Besatzungszonen (ohne Berlin und Saarland) erhielten Christliche Demokraten und Sozialdemokraten zusammen 72,2% der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Konzentrationsbewegung im Parteiensystem setzte also nicht erst in den fünfziger Jahren ein, wie das häufig dargestellt wird, sondern sie trat schon bei der Neuformierung des Parteienspektrums in den ersten Nachkriegsjahren in Erscheinung.

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