Bildungssoziologie: Einführung in Perspektiven und Probleme by Thomas Brüsemeister

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By Thomas Brüsemeister

Das Buch gibt einen Überblick über verschiedene Ansätze der Bildungssoziologie. Nach PISA ist das Interesse an bildungssoziologischen Erklärungen von Ungleichheitsdimensionen gestiegen. Die Perspektiven der Bildungssoziologie wurden jedoch schon weitaus früher entfaltet; teilweise können die in den 1970er Jahren entwickelten Modelle immer noch Relevanz beanspruchen. Zudem sind neuere Ansätze hinzugekommen. Wie im Buch gezeigt wird, stehen heute institutionen- und sozialisationstheoretische, ungleichheits- und differenzierungstheoretische, entscheidungstheoretische, phänomenologische und organisationsbezogene Konzepte als Perspektiven der Bildungssoziologie zur Verfügung, die auch von anderen Disziplinen genutzt werden können.

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Mit der vorliegenden Festschrift wird Herr Professor Werner Merle zum 60. Geburtstag geehrt. Mit Beiträgen von: Dr. Christian Armbrüster; Dr. Peter Bassenge, Vorsitzender Richter am LG a. D. ; Dr. Matthias Becker; August Belz, Vorsitzender Richter am OLG a. D. ; Diplom-Volkswirt Volker Bielefeld; RA Dr.

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Zu dieser Zeit wurden in der Analyse von Bildungsinstitutionen spezielle Funktionsargumente herausgestellt. a) Aus politökonomischer Richtung wurden Bildungssysteme als bloße Vorund Zubereiter für Kapitalinteressen degradiert und als Systeme gekennzeichnet, die der Aufrechterhaltung von Herrschaftsverhältnissen dienen (vgl. die Wiedergabe der Argumentation bei Fend 1981, 27). Diese Position konnte vor der Forschung nicht bestehen, insbesondere weil den Bildungssystemen selbst überhaupt keine Eigenlogiken zuerkannt wurden, was die Wirklichkeit der Arbeitsweise von Bildungssystemen offensichtlich nicht trifft.

Makroebene Die enge Verbindung zwischen Gesellschaft und Schule wird dagegen bei den Funktionalisten gemäß Fend mit ganz anderen Konsequenzen weiter gedacht. Wie man heute sieht, bildete die damalige funktionalistische Betrachtung des Bildungssystems, die auf eine enge Verbindung zwischen Schule und Gesellschaft verweist, den Anfang für die Bildungsforschung, sich mit vielen weiteren Fragen – der Intervention und der Wirksamkeit von Bildungsprogrammen sowie mit der Eigenlogik des Schulsystems – zu beschäftigen; diese Fragen sind teilweise bis heute nicht zufrieden stellend beantwortet.

Aber allemal arbeitet sich eine neue Leitidee an den Leitideen der ‚alten‘ Ordnung ab, die sie herausfordert. ; Herv. , 76) ist also mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Strategien verbunden. Die Vertreter neuer Leitideen müssen für zumindest eine teilweise De-Institutionalisierung der bisherigen Leitidee sorgen, indem sie mit verschiedenen Argumenten gegen sie ins Feld ziehen; es gilt, die Glaubensüberzeugungen, die man mit der bisherigen Leitidee verbindet, zu untergraben. Prozesse der De-Institutionalisierung lassen sich jedoch nur zum kleinsten Teil gezielt herbeiführen.

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