Bildungssoziologie: Eine Einführung anhand empirischer by Johannes Kopp

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By Johannes Kopp

Bildung ist eines der wichtigsten Themen im Bereich der sozialen Ungleichheit, und spätestens seit den Ergebnissen der PISA-Studie finden die verschiedenen wissenschaftlichen Diskussionen auch in der Öffentlichkeit wieder Resonanz. Ziel dieser Einführung ist es nun, einen Überblick über die verschiedenen Diskussionslinien der Bildungssoziologie und deren Ergebnisse zu geben. Dabei beginnt dieser Überblick bei der historischen Bildungsforschung, die die Wurzeln einiger auch noch heute das Bildungssystem bestimmender Charakteristika wie etwa dessen Dreigliedrigkeit aufzeigt, konzentriert sich danach aber auch auf die Frage der schichtspezifischen Bildungsungleichheit. Hierbei sollen sowohl die älteren, als auch neuere empirische Studien zu dieser Fragestellung und ihre jeweilige theoretische Fundierung vorgestellt werden. Den Abschluss dieser Darstellung bildet die Frage nach der ethnischen size sozialer Ungleichheit. In dieser Einführung werden die wichtigsten theoretischen Diskussionslinien, vor allem aber die jeweiligen empirischen Studien und ihre Ergebnisse in einer übersichtlichen und verständlichen paintings vorgestellt.

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Spannende und gespannte Moleküle

Der Autor behandelt im vorliegenden Werk die Entwicklung der Strukturtheorie der organischen Chemie, beginnend mit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ferner beschreibt er eingehend die gelieferten Beiträge zur Molekülspannung und zeigt die neueren Entwicklungen auf diesem Gebiet auf. Die Konsequenzen der Spannung für die Reaktivität, die gespannten Käfigmoleküle mit Relaisfunktion, die Käfigmoleküle zur Aufklärung des Reaktionswegs sowie das Vorkommen und die Anwendung der gespannten Systeme werden ebenfalls aufgeführt.

Festschrift für Werner Merle: Zum 60. Geburtstag

Mit der vorliegenden Festschrift wird Herr Professor Werner Merle zum 60. Geburtstag geehrt. Mit Beiträgen von: Dr. Christian Armbrüster; Dr. Peter Bassenge, Vorsitzender Richter am LG a. D. ; Dr. Matthias Becker; August Belz, Vorsitzender Richter am OLG a. D. ; Diplom-Volkswirt Volker Bielefeld; RA Dr.

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Peisert 1967: 81; vgl. auch Erlinghagen 1965). Ein anderes, nicht rein methodisches, sondern eher inhaltliches Problem ist die geschlechtsspezifische Bildungsbeteiligung. Hier zeigt sich, dass in allen Bereichen eine kumulative Diskriminierung stattfindet. Der Anteil von Mädchen an der 10-24-jährigen Bevölkerung beträgt zu Beginn der 1960er J ahre etwa 49 Prozent, nach dem Übergang auf eine höhere Schule beträgt ihr Anteil an den Schülern nur noch 41 Prozent, bei den Abiturienten 36 Prozent und bei den Studienanfangern 26 Prozent.

50 Die erste deutsche Bildungskatastrophe entsprechenden Korrelationskoeffizienten sind durchweg deutlich negativ: je höher der Arbeiteranteil in einem Stadtteil, desto geringer die jeweilige Bildungsbeteiligung. Besonders beeindruckend sind die Bildungsunterschiede, wenn man die verschiedenen Ungleichheitsdimensionen miteinander kombiniert. So berechnet Hansgert Peisert (1967: 19) zuerst die Relation der Bildungsbeteiligung zwischen jeweils 18- und 19jährigen Jungen und Mädchen. Die Chancen einer weiterführenden Bildung für Jungen liegen etwa um 54 Prozent über den entsprechenden Zahlen für Mädchen.

Zuvor sollen aber noch einmal stichwortartig die historisch erklärbaren Strukturen des deutschen Bildungssystems zusammengefasst werden: • • • • 19 die Länderhoheit der Bildung, das gegliedertes Bildungssystem mit relativ früher und rigider Trennung in die einzelnen Bildungsbereiche, die Trennung einer vierjährigen Grundschule und verschiedenen, weiterführenden Bildungsmöglichkeiten, die lange Zeit zu beobachtende Vorherrschaft klassischer Bildungsgegenstände in der höheren Schulbildung und die späte und zögerliche Einführung realer Bildungsinhalte, Es mag überraschen, dass die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft nicht gesondert behandelt wird.

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